Raspberry Pi als Medienserver mit RaspbmcLiebe Gemeinde,

wiederholt hatte ich von den scheckkartengroßen Mikrocomputern gehört, die auf den komischen Namen Raspberry (Himbeere) Pi hören. Ein Raspbberry Pi ist ein kleiner Computer, der dazu gedacht ist programmieren zu lernen. Allerdings gibt es inzwischen eine kleine Auswahl an weiteren Einsatzmöglichkeiten. Die für mich interessanteste Einsatzmöglichkeit ergibt sich mit der Nutzung von Raspbmc – also als Medienwiedergabegerät! Was das ist und wie man es einsetzen kann, soll dieser Artikel zeigen.


Wozu ein Pi?
Die Idee der Raspberry Pi Stiftung war es einen kleinen Computer zum Zweck der Ausbildung und zum Erlernen von Programmierkenntnissen bereitzustellen. Gleichzeitig sollte er erschwinglich sein. Dies war erst möglich, als die Miniaturisierung und die Massenfertigung von Prozessoren für mobile Geräte (Handys, Tablets, etc) soweit vorangeschritten war, wie sie es heute ist. Inzwischen sind diese Prozessoren so günstig und leicht verfügbar, dass dieses Projekt umgesetzt werden konnte.

Die Modelle:
Inzwischen gibt es zwei Versionen des Raspberry: Das Modell A und das Modell B. Die Unterschiede sind wichtig:

VergleichstabelleModell A Modell B
Netzwerkanschluss nein ja (100 MBit)
 USB-Anschluss 1 Anschluss 2 Anschlüsse
RAM 256 MB 512 MB
Preis 25 USD 35 USD


Weitere Technische Details für beide Modelle:

  • 700 MHz Low Power ARM1176JZ-F Applications Processor
  • 8,6cm lang, 5,4cm breit und1,5cm hoch.
  • HDMI-Anschluss
  • Composite-Stecker (typischer gelber Cinch-Stecker)
  • SD-Karten-Schacht
  • 3,5mm Klinkestecker (für separate Audioausgabe, falls nicht via HDMI)

Zum Preis von 35 US-Dollar kann man kaum mehr erwarten! Interessant für meinen Anwendungsfall ist der Grafikprozessor (die GPU) des B-Modells. Der Grafikprozessor ist so leistungsstark, dass die Ausgabe von Full HD-Material (1080p) ruckelfrei möglich ist. Außerdem wird über den HDMI-Ausgang auch der Ton in Dolby Digital-Qualität ausgegeben. Die USB-Anschlüsse kann man dafür nutzen externe Datenträger anzuschließen. Mit einem USB-Hub kann man die Anschlüsse vervielfachen, so dass kein Engpass entsteht. Natürlich lassen sich auch Inhalte über den Netzwerkanschluss streamen.

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