Erstes Staatsexamen abgeschlossen Liebe Gemeinde,

der Eine oder Andere hat es natürlich schon erfahren: Ich habe am 15.10.2009 mein Staatsexamen bestanden. JUPIE! Gut Ding will Weile haben, sagt ja das Sprichwort. Bei mir waren es 10 Jahre des Studiums von Biologie und Grundschulpädagogik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Nun habe ich es endlich hinter mich gebracht. Zeit für eine kleine Rückschau und Danksagung.


Die letzten Wochen und Monate waren die gezeigten Bücher meine „besten Freunde“. Jeden Tag habe ich abgekreuzt bis zum „großen Ereignis“.
Meine Freunde...

Die Rückschau:
Das Studium für Grundschullehrer, wie ich einer werden möchte, teilt sich in zwei Teile: einerseits den Teil des Hauptfaches (in meinem Fall Biologie), andererseits in das Fach der Grundschulpädagogik. Als ich im Wintersemester 1999 begann, studierte ich sogar ein Semester lang Englisch, statt Grundschulpädagogik, doch das änderte ich schnell, weil ich ja in die Grundschule wollte. Leider wird und wurde die Grundschulpädagogik nicht als „Hauptfach“ gewertet, obwohl es einen hinreichend großen Semesterwochenstundenanteil füllen könnte und auch füllte, doch das sind studientechnische Details. Es war eine schöne, anstrengende und doch auch lehrreiche Zeit. Schon bald schloss ich mich mit einigen Studentinnen zusammen und wir gründeten damals „die Fahnentruppe“. Der Kern (meine damalige Lieblingskommelitonin Kiki) und ich bildeten den „harten Kern“ der Truppe. Wir schleppten uns regelmäßig zu den  absonderlichsten Seminaren mit den buntesten Titeln, aber wir hielten durch... zumindest die ersten 6 Semester haben wir nahezu keine Vorlesung und kein Seminar verpasst. Nach einiger Reife, haben wir dann gemerkt, dass nicht alle Vorlesungen von gleicher Bedeutsamkeit sind und haben – sagen wir mal so – unsere Kräfte konzentriert. Der Sinn der Fahnentruppe lag darin, die Inhalte der Vorlesungen gemeinsam zu verarbeiten und Hausarbeiten anzufertigen. Wir tauschten regelmäßig die Unterlagen aus, erklärten uns die Inhalte und konnten so einigem trägen Wissen entgehen. Doch die Bindung der Truppe zerbrach nach einiger Zeit, wie es wohl mit Zweckgemeinschaften so ist.
An die Stelle von Kiki, die wegen ihrer Schwangerschaft aussetzen musste, trat alsbald mein guter Freund Michel. Zu Michel muss man sagen, dass ich es ohne ihn wohl nicht durch das Studium geschafft hätte. Seine Geduld und seine Erklärungen halfen mir so oft Licht in das biologische Dunkel zu bringen, dass es ohne ihn wohl in meinem Kopf bis heute biologisch finster geblieben wäre. Zu unseren besten, härtesten und bleibenden Erfahrungen wird wohl (und man halte sich fest, was für ein Titel!) das 10-tägige „ökologisch-taxonomische“ Geländepraktikum in Brückentin bleiben. Jeden Tag begannen wir unter einem anderen Motto und vertrieben uns langweilige Abende mit massivem Technikeinsatz, während wir Tagsüber tiefe Löcher in den Wald gruben, um 4:50 morgens die Helligkeit im Wald maßen, die Insekten im Wald zählten bzw. die Bodenflora bestimmten. Wir waren „Wald“! Leider habe ich nie das Foto erhalten, auf dem ich in biologischer Vollschutzmontour zu sehen bin. Es zeigt mich in Seglerschutzlatzhose, Seglerschutzjacke (mit Kragen hoch bis zu den Ohren), quietschgelbe Arbeitsgummistiefel (mit Stahlkappe), eine Schirmmütze auf dem Kopf und Sonnenbrille im Gesicht; ein skeptischer Blick ließ sich erahnen.

Wundervolle Seminare habe ich in der Grundschulpädagogik und in der Biologiedidaktik erlebt. Dies sind in meiner Erinnerung die wertvollsten Seminare gewesen. Im Gegensatz dazu habe ich besonders fachwissenschaftlich spannende Seminare in Biolgie erlebt. Die Methoden waren sicher interessant, doch keine davon ließen sich jemals in einer Schule wiederholen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass Gaschromatographen ca. das doppelte des gesamten Schuljahresetats kosten, was aber nur eine unbedeutende Randnotiz sein dürfte, wenn es nach einigen Professoren ginge. Doch halt! Ich möchte hier nicht schimpfen sondern mich bedanken!

DanksagungTages bis zum Ereignis...:

Ich möchte mich bei besonders diesen Lehrkräften bedanken, welche mir die wichtigen Inhalte für mein zukünftiges Lehrerdasein vermittelt haben. (Da ich nicht um Erlaubnis gefragt habe, gibt es die Namen nur gekürzt.)
Aus der Grundschulpädagogik, möchte ich besonders Herrn K. und Frau S. nennen, welche meine Examensarbeit begleitet bzw. betreut haben. Und Herr W. und Herr S. haben mir besonders spannende Pädagogikseminare verschafft.
In der Biologie möchte ich mich besonders bei Herrn Z. und Herrn S. bedanken. Ohne ihre Vorbereitungen und ihr geduldiges zuhören auf meine teils späten Fragen, hätte ich es nicht geschafft. Herr H. hat Frau M. aus der Didaktik würdig ersetzt und war für mich ein lehrreicher Anleiter auch im didaktischen Praktikum.

Ich weiß, dass ich noch vielen Menschen mehr an der Universität Dank schulde, welche ich jetzt aber nicht genannt habe, doch die Liste wäre unerträglich lang, würden alle genannt werden; mein Dank ist ihnen trotzdem sicher!

Aber einige sehr wichtige Personen sind bisher nicht genannt worden:



Meine Freunde: Ich danke euch dafür, dass ihr mich nicht vergessen habt, während ich auf den Büchern schlief. Ich hatte nur wenig Zeit und war auch oft nicht in bester Stimmung. Ich hoffe, es war nicht zu schlimm. Vielen Dank für eure Geduld.

Meine Eltern: In den letzten Tagen (und nicht nur da) haben meine Eltern mich quasi wieder bei Ihnen wohnen lassen, während mein Vater mich unermüdlich abfragte, alles hinterfragte, jeden Fakt genauer beleuchtete und so aufzeigte, welches System hinter bestimmten Dingen steckt. Und ohne das Essen von Mama wäre ich wohl umgefallen. Stundenlange Telefonate nach Griechenland während meiner Examensarbeit mussten Sie ertragen... Danke Mama, danke Papa!

Meine Frau: Ohne die Liebe meines Lebens, hätte ich es nie geschafft. Sie nahm sich sogar die letzten Tage vor meiner Prüfung frei (den Rest ihres Jahresurlaubs!) und fragte mich zusätzlich ab. Nach der Prüfung fragten die Prüfer, ob sie Biologin sei. Meine Antwort: „Jetzt schon...“.
Sie gab mir die Kraft, den Stress zu ertragen, ertrug meine fürchterliche Laune der letzten Monate (!) und hat immer an mich geglaubt, während ich alles verloren sah. Deshalb liebe sie so sehr!


Für alle Interessierten habe ich hier meine Examensarbeit zum Thema „Die Möglichkeiten des Computers im Sachunterricht“ bereitgestellt. Hier beleuchte ich den möglichen Einsatz von Computern im Sachunterricht am Beispiel des Wasserkreislaufs. Ich habe Sie mit LaTeX geschrieben. Die Vorlage findet ihr in dem Artikel „LaTeX Vorlage für Diplom- und Examensarbeiten “.



Vielen Dank für eure Geduld und bis bald wieder hier beim nik-o-maten
Euer Niko

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